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Geschrieben von Administrator am 15.02.2009
 2009 verzeichnet eine veritable musikalische Sensation: Selig, eine der wichtigsten deutschsprachigen Rockbands der neunziger Jahre haben wieder zueinander gefunden! Natürlich in Originalbesetzung, denn Selig haben noch nie halbe Sachen gemacht. Mit ihrer neuen CD "Und Endlich Unendlich" (VÖ 20. März) ist ihnen ein glückseliges, kompromissloses Album von großem, unerschrockenem und leuchtendem Moment gelungen. Das Selig-Comeback wird durch eine Tournee und ausgewählte Festivalauftritte vervollständigt. Unter anderem auch in Anröchte beim BIG DAY OUT 5.0. Die legendäre Formation hatte die Grunge-Ära mit Klassikern wie "Sie hat geschrien", "Ohne dich" und "Ist es wichtig" bereichert. Ein Jahrzehnt Auszeit hatte den Wunsch genährt, es noch einmal auszuprobieren. Und sofort gerieten die Protagonisten in einen kreativen Rausch, den keiner so für möglich gehalten hätte. In der Tat knisterte es in ihren Venen! Und so klingen Seligs neue Lieder kraftvoller denn je. Die virtuosen Musiker nahmen Erfahrungen, die sie beim Jammen machten, in den Endsound auf. Deshalb wirkt ihre einfühlsame, fast erhabene Musik, die ihre Wurzeln im Blues- und Prog-Rock der 70er hat, so unglaublich energetisch. Ihr Credo: “Es liegt eine starke Wahrheit in dem Moment, in dem man die Erfindung macht“. Also hat man die Basics des Albums auch live eingespielt. Ganz im Sinne des Band-Mantras: „Lass uns jetzt und hier leben“ oder wie Sänger und Texter Jan Plewka es formulierte: „Die Kraft des Augenblicks zu fühlen, ist das Schönste im Leben.“ Das neue Album präsentiert Selig als hellsichtige Wanderer der Nacht; auf einer Erkundungsreise durch den Tag. Der Zuhörer soll spüren, dass sich die Wirklichkeit bewegt, wenn man sie anstößt. Die Freiräume, die sie mit ihrem „Hippie-Metal“ (Selig über Selig) beschreiten, sind nötiger denn je! Und so entwickeln die zwölf Kompositionen einen fast meditativen Sog.

 

 Selig sind weit entfernt von weinerlichem Gejammer einerseits und Zwangsoptimismus andererseits. Nach drei erfolgreichen Alben (Selig, 1994, Hier, 1995 und Blender, 1997) hatten sie sich aufgelöst, weil sie nicht mehr bereit waren, „dem sinnlichkeitsverschlingenden Hochgeschwindigkeitsdruck des Erfolgs nachzugeben“. Heute haben sie sich und dem Publikum mehr denn je zu sagen. Und sei es nur „um zu verstehen, dass das Leben an sich, manche Wunde aufbricht.“


Letzte Aktualisierung ( 17.03.2009 )
 
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