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Geschrieben von Dominik
am
25.02.2009
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1. August 1998
Ein denkwürdiges Datum. Vielleicht das wichtigste Datum in der jüngeren Vereinsgeschichte. Wir wollen ein „Open-Air-Konzert“ machen. Den Anspruch hat die JZI schon mehrmals formuliert. Zweimal ist man aus „Muffe vor dem Regen“ schon ins Bürgerhaus umgeschwenkt. Welches Open-Air-Gelände eignet sich in Anröchte überhaupt? Das Gelände der ehemaligen Firma Großehambrinker wird lange Zeit heiß gehandelt. Doch warum so weit nach draußen, wenn das Gute liegt so nahe? Ein Open Air mitten im Ort? Undenkbar? Seit diesem Tag nicht mehr. Die JZI bekommt grünes Licht, die PA-Türme vor’s Rathaus zu stellen, der Messe am Samstagabend zum Trotz. Die JZI verpflichtet zwei Alternativ Rockbands und gehen mit
THE BATES und GUANO APES in die heiße Planungsphase. Das Glück ist mit den Tüchtigen. Die Guano Apes werden im Frühjahr 1998 zur angesagtesten deutschen Rockband überhaupt. Sie haben mit „Open your Eyes“, „Rain“ und „Lords of the Boards“ drei Riesenhits im Gepäck, die landauf, landab von gigantischen Airplay gepusht werden. Die Guano Apes sind die neuen bundesdeutschen Topstars. Daran gibt es keinen Zweifel mehr. Wohl dem, der früh schon den Vertrag gemacht hat.
In der Planungsfrühphase hoffte man noch auf 500 bis 600 Zuschauer. Doch der Run auf die Tickets sprengte plötzlich jeden Rahmen. Wie viele Leute passen denn auf den Platz? Es gibt kein Zurück mehr. „Wir sperren die Hauptstraße und setzen die Würstchenbude drauf!“ 2.000 echte Fans rocken den Platz. Die
FAST FOOD CANNIBALS eröffnen das Festival, belgische Trommler überbrücken die Umbauphasen und dann kommen die Guano Apes und bringen die Stimmung zum Überkochen. Für viele Rockfans wird dieser Auftritt noch heute als der beste Anröchter Rock Auftritt gehandelt. Open-Air, das bedeutet auch, dass man Witterungen ausgeliefert ist. Als ob die Gitarrenklänge der Apes den Himmel aufgerissen hätten, fängt es wie aus Kübeln an zu schütten. Doch wer glaubt, das könne der Stimmung schaden, irrt gewaltig. Regenwetter ist Bates Wetter. Und die Bates geben noch mal alles.
Der Veranstaltungsort Rathausplatz hat sich bewährt. Es gibt für die Zukunft nur noch einen Fehler: er sollte sich als zu klein herausstellen. Dieses Festival nennt sich BIG DAY OUT. Der Name ist Programm und wird zum Inbegriff und Markenzeichen für die „Lauteste Sehenswürdigkeit im Kreis Soest“.
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